Einige von uns haben in der Vergangenheit die SPD gewählt, aber von den Rauchern und Verbotsgegnern wird die SPD so schnell keine Stimmen mehr bekommen. Was wir auch nicht verstehen, ist, dass die SPD in Bayern nach wie vor behauptet, eine Volkspartei zu sein. Als solche will die SPD die Interessen aller Bürger und insbesondere die der kleinen Leuten wahrnehmen und vertreten.
Ganz offensichtlich sprechen die Funktionäre der SPD aber nicht mehr mit den kleinen Leuten, denn dann würden sie öfter in die kleinen Kneipen gehen. Dort könnten sie Arbeiter, Angestellte und Rentner finden, die hier nach der Arbeit in Ruhe gemütlich ein Bier trinken und eine dazu rauchen wollen. Raucher und Nichtraucher meist bunt gemischt und in bester Stimmung.
Genau diesen (ehemaligen) Stammwählern will die SPD nun das Rauchen verbieten, indem sie auch in den kleinen Kneipen das totale Rauchverbot durchsetzen will. Wenn die SPD nicht bald bemerkt, dass 2,5 Millionen Raucher ein gewaltiges Wählerpotential darstellen, kann sie sich von ihrem Anspruch "Volkspartei" verabschieden. Zumindest hier in Bayern.
Wir müssen auch feststellen, dass die Forderung der SPD nach einem totalen Rauchverbot mit Gesundheitsschutz etc. überhaupt nichts zu tun hat. Ein Beispiel: Im Saarland sitzt die SPD wie in Bayern in der Oposition.
Im Saarland ist die SPD gegen ein totales Rauchverbot, da sie den Verlust der Kneipenkultur befürchtet.
In Bayern ist der SPD für ein totales Rauchverbot, da ihr die kleinen Kneipen offensichtlich völlig egal sind.
Die politische Entscheidungsfindung bei der SPD wird demnach ganz offensichtlich davon bestimmt, dass man als Opositionspartei stets gegen die jeweilige Regierung zu stimmen hat. Mit einer vernüftigen Politik im Interesse aller bayerischen Bürger hat dies unserer Meinung nach nichts mehr zu tun.