Jürgen Füssl, Raucher
Es trifft die kleinen Kneipen!
Bei der Aktion Fairness für Raucher bin ich dabei, weil es um meine Existenz geht. Ich betreibe eines der wenigen Raucherlokale in München Schwabing.
Nach dem ersten von der CSU betriebenen totalen Rauchverbot habe ich es 2 Monate lang mit einem Rauchverbot in meinem Lokal probiert. Das Ergebnis war katastrophal und ich hatte zusperren müssen, wenn ich nicht einen Raucherclub gegründet hatte. Hinzu kommt, dass ich während der rauchfreien Zeit standig Ärger mit der Polizei hatte, denn meine rauchenden Gaste sind natürlich vor die Tür gegangen. Das Ergebnis: Es wurde jedes Mal die Polizei gerufen, weil die Raucher vor der Tür natürlich miteinander gesprochen haben. Wenn Raucher also etwas lauter miteinander sprechen und ein Anwohner deswegen nicht schlafen kann, ruft der die Polizei und ich bekomme eine Anzeige. So ist die Situation für die Wirte!
Nach der Gründung des Raucherclubs war wieder Ruhe und jetzt komme ich wieder einigermaßen über die Runden. Ich habe sogar einige tausend Euro in eine Luftreinigungsanlage investiert und bei mir ist die Luft jetzt besser als auf der Straße. Falls das totale Rauchverbot kommen sollte, kann ich meinen Betrieb schließen, denn ich verliere meine Stammgäste und die Bußgeldbescheide kann ich mir nicht leisten.
Deshalb meine Bitte: Stimmen Sie beim Volksentscheid gegen den Entwurf der ÖDP.
Jürgen Füssl hat sein Lokal zum 1.8.2010 geschlossen! 5 Angestellte haben nun keine Beschäftigung mehr und eines der besten Lokale in Schwabing ist verschwunden. Wir bedauern diese Entscheidung von Jürgen sehr und möchten uns nochmals für seinen unermüdlichen Einsatz bedanken. Das Ärgerliche daran ist, dass bei seinem Abschiedsfest viele anwesend waren, die über das totlale Rauchverbot geschimpft haben. Hat man sie dann gefragt, ob sie beim Wählen waren, sagten viele NEIN. Was will man dazu noch sagen!
Paul